Claude Code CLI: Terminal, IDE, Desktop oder Web?

Von Marco Kohns, Co-Founder von ENLIX, Dozent für KI und Wachstum

· 12 Min. Lesezeit

Die Claude Code CLI ist das Programm claude in deinem Terminal. Es ist dieselbe Software wie die VS-Code-Erweiterung, die Desktop-App und claude.ai/code im Browser. Du entscheidest also nicht zwischen vier Werkzeugen, sondern zwischen vier Zugängen zu einem Werkzeug. Die Frage ist nicht, welcher der beste ist, sondern welcher an das herankommt, was du gerade brauchst.

Anthropic nennt die vier Zugänge Oberflächen und schreibt dazu einen Satz, an dem die ganze Entscheidung hängt: Jede Oberfläche verbinde sich "mit der gleichen zugrunde liegenden Claude Code-Engine, sodass Ihre CLAUDE.md-Dateien, Einstellungen und MCP-Server auf allen Oberflächen funktionieren" (Übersicht).

Wir betreiben diese Website damit, und deshalb steht weiter unten keine Meinung, sondern eine Auszählung: welche Oberfläche die 224 Commits dieses Repositories tatsächlich geschrieben hat.

Was ist die Claude Code CLI?

Die CLI ist das Kommandozeilenprogramm claude. Du startest es in einem Projektverzeichnis, es liest den Code dort, bearbeitet Dateien, führt Befehle aus und committet. Anthropic beschreibt es als "das vollständig ausgestattete CLI für die Arbeit mit Claude Code direkt in Ihrem Terminal".

Dass die anderen Oberflächen dasselbe Programm sind, kannst du nachsehen. Dieser Artikel entsteht in einer Cloud-Sitzung im Browser, und in deren Container antwortet claude --version mit 2.1.289 (Claude Code). Kein zweites Produkt, kein abgespeckter Modus, dieselbe Versionsnummer, die auch ein Terminal auf deinem Rechner ausgibt.

Zwei Dinge kann nur die CLI, und sie sind der Grund, warum sie trotz drei grafischer Oberflächen nicht verschwindet:

  • Weiterleiten und Skripten. cat logs.txt | claude -p "erklär mir das" nimmt eine Eingabe entgegen, antwortet und beendet sich. Das ist die Form, in der Claude Code in einem Shell-Skript oder in einer CI-Pipeline vorkommt.
  • Alles andere starten. claude --cloud "Aufgabe" erzeugt eine Cloud-Sitzung, claude --desktop öffnet die Desktop-App im aktuellen Verzeichnis, claude --teleport holt eine Cloud-Sitzung zurück ins Terminal.

Die Installation ist ein Befehl, auf macOS, Linux und WSL curl -fsSL https://claude.ai/install.sh | bash. Die Stellen, an denen Leute dabei hängen bleiben, vor allem unter Windows, haben wir in Claude Code installieren einzeln durchgespielt.

Welche Oberflächen gibt es und was unterscheidet sie?

Vier: Terminal, IDE-Erweiterung, Desktop-App und Web. Sie unterscheiden sich in drei Punkten, und nur der dritte ist wirklich entscheidend, nämlich woran die Oberfläche herankommt.

OberflächeLokale InstallationBedienungKommt heran an
Terminal (CLI)ja, ein BefehlText, pipebar, skriptbardeine lokalen Dateien
VS Code, JetBrainsVS Code bringt sie mit, JetBrains braucht die CLIInline-Diffs im Editordeine lokalen Dateien
Desktop-Appja, enthält die CLI bereitsDiffs visuell, Sitzungen nebeneinanderdeine lokalen Dateien und die Cloud
Web, claude.ai/codekeineBrowser und Telefonein Repository auf GitHub
Die vier Oberflächen im Vergleich. Entscheidend ist die letzte Spalte.Quelle: Claude Code Übersicht, CLI-Referenz, Claude Code in der Cloud

Die ersten drei Zeilen arbeiten auf deiner Festplatte. Die vierte nicht: Eine Cloud-Sitzung läuft laut Anthropic "in einer isolierten, von Anthropic verwalteten VM" und klont dein Repository von GitHub. Was du lokal geändert und noch nicht gepusht hast, sieht sie nicht.

Daraus folgt die Entscheidungsregel, und sie ist kürzer als jede Feature-Tabelle: Arbeitest du an Dateien, die nur auf deinem Rechner liegen, brauchst du eine der ersten drei Zeilen. Alles andere ist Geschmack.

Welche Oberfläche hat dieses Repository wirklich geschrieben?

Fast immer eine lokale: von den 203 Commits, an denen Claude Code mitgeschrieben hat, kommen 195 von einer lokalen Oberfläche und 8 aus einer Cloud-Sitzung, also 96 Prozent lokal. Wir haben es ausgezählt, weil die Frage sonst eine Behauptung bleibt. Commits aus einer Cloud-Sitzung tragen eine Zeile Claude-Session: in der Commit-Nachricht, lokale Commits nicht, und das ist eine Spur, die sich im Nachhinein auswerten lässt.

Wer die 224 Commits dieses Repositories geschrieben hat

Lokal, Terminal oder IDE195Merges und frühe Commits21Web, Cloud-Sitzung8

224 Commits auf dem Hauptzweig von enlixai/enlix-academy, 11.08.2026 bis 04.10.2026, ausgezählt am 05.10.2026 mit `git log`. Zuordnung über die Zeile `Claude-Session:` in der Commit-Nachricht, die nur Cloud-Sitzungen schreiben.

Wer die 224 Commits dieses Repositories geschrieben hat
Lokal, Terminal oder IDE195
Merges und frühe Commits21
Web, Cloud-Sitzung8

Die 21 Commits ohne diese Zeile sind 13 Merge-Commits aus Pull Requests und acht frühe Commits aus der Zeit vor der heutigen Signatur. Sie bleiben deshalb außerhalb der Wertung. Das Verhältnis sieht nach einem klaren Urteil für das Terminal aus. Es ist aber kein Urteil über die Qualität, sondern eines über die Aufgabe. Denn die acht Cloud-Commits sind nicht zufällig verteilt: Alle acht sind Veröffentlichungen dieses Blogs. Jede andere Arbeit an diesem Projekt, von der Preislogik über die Webinar-Seiten bis zur Datenbank, ist lokal entstanden.

Die Oberfläche folgt also der Aufgabe, nicht der Vorliebe. Eine Aufgabe, die um sieben Uhr morgens ohne uns anfangen soll, kann nicht auf einem Laptop laufen, der zugeklappt ist. Eine Aufgabe, bei der wir eine Änderung im Browser sehen wollen, bevor wir sie freigeben, gehört dorthin, wo der Browser steht.

Wann nimmst du das Terminal?

Wenn du am Projekt selbst arbeitest und die Rückmeldung sofort brauchst. Das ist der Normalfall und deshalb auch der mit Abstand größte Balken oben.

Das Terminal ist außerdem die einzige Oberfläche, aus der heraus du Claude Code in etwas anderes einbaust. claude -p gibt eine Antwort aus und beendet sich, also lässt es sich in eine Pipe stecken, in ein Shell-Skript schreiben oder in CI ausführen. Aus derselben Ecke kommt das Agent SDK, mit dem eigene Agenten auf denselben Werkzeugen gebaut werden. Was ein Agent ist und woran man erkennt, ob etwas wirklich einer ist, steht in KI-Agent.

Dazu kommt ein praktischer Punkt: Die CLI ist die einzige Oberfläche, die es überall gibt. Die Desktop-App läuft auf macOS und Windows und unter Ubuntu und Debian noch in der Beta, die --desktop-Übergabe funktioniert nur auf macOS und x64-Windows. Ein Terminal hat jedes System.

Wann nimmst du die IDE-Erweiterung?

Wenn du Änderungen Zeile für Zeile im Editor sehen willst, in dem du ohnehin arbeitest. Die VS-Code-Erweiterung bringt laut Anthropic "Inline-Diffs, @-Erwähnungen, Planüberprüfung und Gesprächsverlauf direkt in Ihrem Editor".

Ein Detail, das beim Einrichten Zeit kostet, wenn man es nicht kennt: Für JetBrains-IDEs erfordert das Plugin "das Claude Code CLI, das separat installiert wird". Die VS-Code-Erweiterung installierst du dagegen aus dem Marktplatz. Wer von PyCharm oder IntelliJ kommt und das Plugin ohne CLI installiert, sucht den Fehler erfahrungsgemäß an der falschen Stelle.

Technisch ist die Erweiterung dieselbe CLI mit einer Anzeige davor. Darum taucht sie in der Auszählung oben auch nicht getrennt auf: Ein Commit aus der IDE sieht in der Commit-Nachricht aus wie einer aus dem Terminal, weil es derselbe Prozess ist, der ihn schreibt. Das ist keine Lücke in unserer Messung, sondern genau die Aussage dieses Artikels.

Wann nimmst du die Desktop-App?

Wenn du mehrere Sitzungen gleichzeitig laufen hast oder Diffs lieber ansiehst als liest. Die App ist für "die Ausführung von Claude Code außerhalb Ihrer IDE oder Ihres Terminals" gedacht und kann Diffs visuell prüfen, mehrere Sitzungen nebeneinander stellen, wiederkehrende Aufgaben planen und Cloud-Sitzungen starten.

Zwei Sätze aus der Dokumentation sind beim Einstieg mehr wert als die Funktionsliste:

  1. "Die App enthält Claude Code, daher müssen Sie das CLI nicht separat installieren." Wer mit der Desktop-App anfängt, hat die CLI schon.
  2. Ein bezahltes Abonnement ist erforderlich. Was die verschiedenen Zugänge kosten und wann sich welcher Plan rechnet, haben wir in Claude Code Kosten auseinandergenommen, und der Kostenrechner rechnet deinen Fall durch.

Die Desktop-App ist außerdem die einzige Oberfläche, die eine laufende lokale Sitzung in die Cloud schicken kann. Von der CLI aus geht das nicht, und das ist der Unterschied, der im nächsten Abschnitt zählt.

Wann nimmst du die Weboberfläche?

Wenn die Aufgabe ohne dich weiterlaufen soll. Anthropic nennt drei Fälle: lang laufende Aufgaben starten und später prüfen, an Repositories arbeiten, die du lokal nicht hast, und mehrere Aufgaben parallel laufen lassen. Dazu kommt ein vierter, der in der Übersicht nur als Nebensatz steht und bei uns der wichtigste ist: Routinen, also geplante Läufe, werden jeweils als Cloud-Sitzung ausgeführt.

Genau das sieht man in unserem Blog-Verzeichnis. Von den 15 Artikeldateien, die dieses Repository enthält, hat eine geplante Cloud-Sitzung 12 angelegt:

Wer die 15 Artikeldateien dieses Blogs angelegt hat

Cloud-Sitzung, geplant12 DateienLokale Sitzung3 Dateien

Alle `.mdx`-Dateien unter `content/blog/`, deutsche und englische Fassung getrennt gezählt. Ermittelt am 05.10.2026 über den jeweils ersten Commit, der die Datei hinzufügt.

Wer die 15 Artikeldateien dieses Blogs angelegt hat
Cloud-Sitzung, geplant12 Dateien
Lokale Sitzung3 Dateien

Die drei lokalen Dateien sind die ersten beiden Artikel, die noch von Hand entstanden. Danach hat ein Zeitplan übernommen. Das ist der Punkt, an dem die Weboberfläche nicht mehr eine bequemere Variante des Terminals ist, sondern das Einzige, was funktioniert: Ein Lauf um 8:07 Uhr braucht keinen eingeschalteten Rechner.

Für dich heißt das nicht automatisch dasselbe. Die Weboberfläche lohnt sich, sobald eine Aufgabe länger dauert als deine Aufmerksamkeit, oder sobald sie regelmäßig wiederkommt. Für die Änderung, die du in zwei Minuten siehst, ist sie der Umweg.

Wie wandert eine Aufgabe zwischen den Oberflächen?

In eine Richtung von selbst, in die andere nicht. Das ist die Stelle, an der die meisten Anleitungen ungenau werden, und sie entscheidet, wo du eine Aufgabe anfängst.

Derselbe Auftrag, einmal lokal und einmal in der Cloud begonnen

Schritt, der eine lokale Installation braucht

Lokal angefangen

  1. claude im Projektverzeichnis starten
  2. Plan besprechen, Dateien lesen
  3. Branch pushen, sonst sieht die Cloud nichts
  4. claude --cloud schickt die Ausführung in die Cloud
  5. Ergebnis auf claude.ai/code prüfen

4 von 5 Schritten brauchen eine lokale Installation

In der Cloud angefangen

  1. Aufgabe auf claude.ai/code starten
  2. Cloud-VM klont das Repository von GitHub
  3. Sitzung läuft weiter, auch wenn der Laptop zu ist
  4. claude --teleport zieht die Sitzung ins Terminal
  5. lokal weiterarbeiten

2 von 5 Schritten brauchen eine lokale Installation

Abläufe nach der Anthropic-Dokumentation zu Cloud-Sitzungen, abgerufen am 05.10.2026.

Drei Regeln stehen in dem Bild, die du sonst teuer lernst:

  • Die Cloud klont GitHub, nicht deinen Ordner. claude --cloud klont laut Dokumentation "das GitHub-Remote Ihres aktuellen Verzeichnisses bei Ihrem aktuellen Branch, nicht Ihren lokalen Checkout". Wer vorher nicht pusht, schickt eine Aufgabe auf einen alten Stand.
  • Die Übergabe von der CLI ist einseitig. --teleport zieht eine Cloud-Sitzung ins Terminal, aber eine laufende Terminal-Sitzung lässt sich von dort nicht in die Cloud schieben. Nur die Desktop-App kann das über ihr Menü.
  • Teleport prüft vier Dinge, bevor es übernimmt: sauberer Git-Status, dasselbe Repository statt eines Forks, ein Branch, der gepusht wurde, und dasselbe Konto.

Was kann die Weboberfläche nicht?

Sie kommt an deine lokalen Dateien nicht heran, und sie hat nicht jeden Befehl. Beides folgt daraus, dass sie in einer fremden VM läuft, und beides ist in der Dokumentation benannt statt verschwiegen.

EinschränkungWas das im Alltag heißt
Sitzung läuft in isolierter VMUngepushte Änderungen auf deinem Rechner sind unsichtbar
Klonen und Pull Requests brauchen GitHubGitLab und Bitbucket gehen nur als hochgeladenes Bündel, und das kann nicht zurückpushen
Netzwerkzugriff standardmäßig begrenztEin Build, der an eine fremde Domain muss, braucht eine Freigabe in der Umgebung
/plugin, /resume und /clear fehlenFür einen neuen Anlauf startest du eine neue Sitzung aus der Seitenleiste
Ratenlimits sind dieselbenParallele Aufgaben verbrauchen entsprechend mehr, eine separate Rechnergebühr gibt es nicht

Die dritte Zeile ist die, die Leute am häufigsten überrascht. Eine Cloud-Sitzung ist keine offene Maschine im Internet: Der Netzwerkzugriff ist standardmäßig begrenzt und lässt sich ganz abschalten. Das ist beim Einrichten ein Hindernis und im Betrieb der Grund, warum man so eine Sitzung unbeaufsichtigt laufen lassen kann.

Was gilt auf allen vier Oberflächen gleich?

Alles, was im Projekt liegt. Die Oberfläche bringt die Bedienung mit, das Projekt bringt die Regeln mit, und deshalb ist der Wechsel zwischen Terminal und Browser kein Umzug, sondern ein anderer Zugang zu derselben Einrichtung.

In diesem Repository ist das eine einzige Datei im Stammverzeichnis: eine CLAUDE.md mit 431 Zeilen und 3.836 Wörtern, darin 32 nummerierte oder aufgezählte Regeln (gezählt am 05.10.2026). Sie beschreibt, warum die Routen statisch bleiben müssen, welche Zahlen belegt sind und welche Formulierungen verboten sind. Die Cloud-Sitzung, in der dieser Artikel entsteht, hat dieselbe Datei gelesen wie ein Terminal auf Marcos Rechner, und beide halten sich an dieselben 32 Regeln.

Das ist der eigentliche Grund, warum die Entscheidung zwischen den Oberflächen kleiner ist, als sie wirkt. Was dein Werkzeug gut macht, steckt nicht in der Oberfläche, sondern in dieser Datei. Eine zweite Oberfläche auszuprobieren kostet dich Minuten. Eine gute CLAUDE.md zu schreiben kostet dich einen Nachmittag und wirkt danach überall.

Welche Oberfläche solltest du zuerst installieren?

Die CLI, und zwar unabhängig davon, welche du am Ende täglich benutzt. Drei Gründe, in dieser Reihenfolge:

  1. Sie ist die Voraussetzung für zwei der anderen. Das JetBrains-Plugin braucht sie ohnehin, und --cloud, --teleport und --desktop setzen eine angemeldete CLI voraus.
  2. Sie läuft überall. Die Desktop-App gibt es nicht für jedes System, ein Terminal schon.
  3. Sie zwingt dich zur Einrichtung, die alle anderen mitbenutzen. CLAUDE.md, Einstellungen und MCP-Server liegen im Projekt und gelten laut Anthropic auf allen Oberflächen. Wer sie einmal sauber anlegt, hat sie überall.

Und dann lohnt sich ein zweiter Schritt, der nichts mit der Oberfläche zu tun hat: die wiederkehrenden Arbeitsweisen aus der CLAUDE.md herauszunehmen und in eigene, versionierte Dateien zu legen. Wo bei uns die Grenze zwischen beidem verläuft, steht in Claude Code Skills. Wie eine Anweisung aufgebaut ist, die auf jeder Oberfläche dasselbe tut, schreibt dir der Prompt-Generator.

Wenn du die vier Oberflächen nicht nachlesen, sondern an einem echten Projekt einmal durchlaufen willst, vom ersten claude im Terminal bis zum geplanten Lauf in der Cloud: genau das ist der praktische Teil im Claude Code System.

Häufige Fragen

Was ist die Claude Code CLI?

Das Kommandozeilenprogramm `claude`, das du in deinem Terminal startest und das im aktuellen Verzeichnis arbeitet. Es ist dieselbe Software, die in der VS-Code-Erweiterung, in der Desktop-App und auf claude.ai/code läuft. Anthropic nennt die vier Zugänge Oberflächen und schreibt, dass jede sich mit derselben zugrunde liegenden Engine verbindet.

Was ist der Unterschied zwischen der CLI und der Desktop-App?

Die Bedienung, nicht der Funktionsumfang. Die Desktop-App zeigt Diffs visuell, stellt mehrere Sitzungen nebeneinander und startet Cloud-Sitzungen. Laut Anthropic enthält die App Claude Code bereits, du musst die CLI also nicht zusätzlich installieren. Umgekehrt braucht das JetBrains-Plugin die CLI und installiert sie nicht mit.

Kann ich Claude Code ohne Installation nutzen?

Ja, über claude.ai/code im Browser oder die Code-Registerkarte der Claude-App auf dem Telefon. Die Sitzung läuft dann in einer isolierten VM bei Anthropic, nicht auf deinem Rechner. Sie klont dein Repository von GitHub, also braucht sie eine GitHub-Verbindung und kommt an deine lokalen Dateien nicht heran.

Was kann die Weboberfläche nicht?

Sie sieht deine lokalen Dateien nicht, sondern nur den Stand, der auf GitHub liegt. Befehle, die nur im Terminal existieren, etwa `/plugin` und `/resume`, gibt es dort nicht, und `/clear` ebenfalls nicht. Bei GitLab oder Bitbucket kannst du ein lokales Bündel hochladen, aber die Sitzung kann das Ergebnis nicht zurückpushen.

Kann ich eine Terminal-Sitzung in die Cloud verschieben?

Von der CLI aus nicht. Die Übergabe ist dort einseitig: `claude --teleport` zieht eine Cloud-Sitzung in dein Terminal, aber eine laufende Terminal-Sitzung lässt sich nicht in die Cloud schieben. `claude --cloud "Aufgabe"` erzeugt eine neue Cloud-Sitzung. Die Desktop-App kann eine lokale Sitzung über ihr Menü in die Cloud senden.

Geschrieben von

Marco Kohns

Co-Founder von ENLIX, Dozent für KI und Wachstum

Marco hat als Growth Product Manager in einem Silicon-Valley-Scale-up gearbeitet und gibt diese Arbeitsweise seitdem auf Deutsch weiter. Heute führt er ENLIX mit Tobias und baut mit denselben Systemen zwei eigene Produkte, über die er in den Kursen offenlegt, was funktioniert und was nicht.

  • Growth Product Manager in einem Silicon-Valley-Scale-up, Series A bis B, finanziert von a16z, General Catalyst und Sapphire, mit Nutzern in über 100 Ländern und über 20.000 Städten
  • Begutachtete Veröffentlichung im Journal of Business Research zu generativer KI im Marketing, gemeinsam mit Prof. René Bohnsack. Die Forschung dazu begann im Sommer 2022, Monate bevor ChatGPT öffentlich wurde
  • Dozent für die Weiterbildung von Führungskräften an der Católica-Lisbon, über 10 Seminare, über 1.500 unterrichtete Teilnehmende

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